Die neunjährige Lendita

Kinderschicksale in Deutschland
Immer, wenn die Medien über schreckliche Katastrophen aus den ärmsten Ländern dieser Erde und über unfassbare Armut berichten, zeigen wir uns betroffen, können das Elend kaum fassen. Am meisten berührt uns die Not der Kinder in der Dritten Welt.
Gern spenden wir dann. Die Deutschen sind ein spenden freudiges Volk, besonders in der Weihnachtszeit. Das ist auch gut so. Aber die Ärmsten der Armen leben weit von uns entfernt. Das Interesse an ihnen sinkt, wenn das Medieninteresse abflaut.
Und das ist nicht gut so. Aber warum sind wir oftmals so blind gegenüber der unsäglichen Not vieler Kinder in unserer Gesellschaft?

Es gibt unzählige Kinderschicksale in Deutschland, die uns ebenso berühren müssten. „Wenn ich mal ganz viel Geld habe, dann gehe ich ins Kino. Oder ins Schwimmbad nach Meschenich. Da fahren die anderen Kinder immer hin.“
So äußerte sich die neunjährige Lendita. Das kleine Mädchen ist mit ihrer Familie von serbischen Milizen mit Gewehren aus dem Kosovo vertrieben worden. Die neunjährige Lendita lebt jetzt in einem Mietshaus inmitten eines sozialen Brennpunktes einer Großstadt. Sie und ihre Eltern sind Bleiberechtsflüchtlinge. Sie erhalten staatliche Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Welch schreckliches Wort.
Sie bekommen sogar weniger als Harz IV-Empfänger. Es ist kaum möglich, mit einem so geringen Betrag seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Da kann die neunjährige Lendita nur von einem Kino- oder Schwimmbadbesuch träumen.

Ein ähnliches Schicksal wie die neunjährige Lendita erleidet auch der dreizehnjährige Harkan. Er hat es geschafft, mit seinen Eltern und seinen beiden Geschwistern aus dem Irak zu flüchten. Im Gegensatz zur neunjährigen Lendita lebt er noch nicht einmal in einer Wohnung. Seine Bleibe ist eine Sammelunterkunft für Flüchtlinge.
Die ganze Familie haust in einem einzigen Zimmer unter unwürdigsten Umständen. Sie bekommen die staatlichen Leistungen nicht bar ausgezahlt, sondern in Form von Naturalien. In einer Gemeinschaftsküche muss die Mutter das dürftige Mahl zubereiten.

Aber auch viel zu viele deutsche Kinder sind arm. Wie z.B. die zwölfjährige Anna. Ihre allein erziehende Mutter kann sich und ihre Tochter durch eine unter bezahlte Arbeit als Raumpflegerin mehr schlecht als recht am Leben erhalten. Gesunde Ernährung? Fehlanzeige. Der Mittagstisch in der Schule muss ausfallen, denn ihre Mutter kann die dreißig Euro im Monat dafür nicht aufbringen. Anna kann sich, ebenso wie die neunjährige Lendita keine Extras leisten. Von einem Kinobesuch kann auch sie nur träumen.
An Klassenfahrten kann sie nicht teilnehmen. Nicht bezahlbar. Anna wird von ihren Mitschülern gehänselt, weil sie sich keine Markenklamotten erlauben kann. Ihre Mutter ersteht preiswerte gebrauchte Kleidung im Sozialen Kaufhaus in der Stadt.
Ein Handy? Nicht daran zu denken.

Und so gibt es unzählige Beispiele an Kinderschicksalen, die uns berühren und uns zum Helfen motivieren müssten. Es gibt zu viele Kinder, wie die neunjährige Lendita, die in unserer Wohlstandsgesellschaft untergehen. Machen wir die Augen auf!

Die neunjährige Lendita ist ein Kind von Millionen denen es ähnlich oder schlimmer geht, was lässt uns Menschen diese Schicksale vergessen machen? Wir schalten den Fernseher an und sehen nur Dinge die unsere Denkweisen verwirren und uns dazu zwingen müssen um zu schalten. Aber anstelle das wir helfen, lassen wir uns von den Dingen beeinflussen die unwichtig sind.
Jeder Mensch auf diesem Planeten der nur da sitzt und nichts tut wenn er von Schicksalen wie das der neunjährigen Lendita hört und es sich gut gehen lässt ohne darüber nach zu denken das ein Bad in Champagner, tausende kostet und das nur ein Bad das vielleicht 1 Stunde Spaß macht ein ganzes Dorf voll Kindern wie die neunjährigen Lendita mit essen versorgen könnte.

Oder ein weiteres gutes Beispiel ist ein Helikopter Rundflug wie ich ihn vor ein par tagen mehrfach beobachten konnte. Jeder einzelne hat an die 1800 Euro bezahlt, nur an diesem tag sind über 20 Menschen mit dem Helikopter rum geflogen das macht umgerechnet 36.000 Euro. Wenn man überlegt wie vielen Menschen man mit diesem Geld helfen kann, wie vielen Kindern wie der neunjährigen Lendita und das mit einem 3 Minuten Rundflug vergleicht, müsste es uns doch wie die Schuppen von den Augen fallen, das es sinnlos ist und man so vielen Menschen helfen könnte.

Wir Menschen sind nur so lange bewegt wie die Medien über Schicksale wie das der neunjährigen Lendita berichten, aber die Tage darauf vergessen wir was auf dieser Welt passiert und lassen uns wieder von den unwichtigen Dingen dieser Welt blenden.

Genau deshalb habe ich das Projekt ChildX ins Leben gerufen, um öffentlich über solche Themen zu diskutieren und um diese Schicksale nicht zu vergessen und um dieser Welt keine weitere Chance zu geben einfach weg zu sehen, um so mehr Menschen darüber reden, um so eher können wir gemeinsam etwas verändern!
Tragt einen Teil dazu bei und berichtet über alles was Ihr wisst, tut gutes und sprecht darüber!

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