1 Laptop pro Kind

Die größte und wichtigste Aufgabe eines jeden Staates ist neben Schutz und Versorgung seiner Bürger auch die Bildung seiner Kinder, denn in ihren Händen liegt die Zukunft.
Während wir uns hierzulande über PISA-Ergebnisse und deren Konsequenzen streiten, um unseren Kindern eine noch bessere Bildung zu ermöglichen, ist für hunderte Millionen von Kindern in Entwicklungsländern ein Schulbesuch völlig undenkbar, oder aber die Unterrichtsbedingungen sind so katastrophal, dass dort niemand lernen kann. Es mangelt an Geld, Ausstattung und Personal, ein Teufelskreis, der sich auch durch die engagierte Arbeit der Hilfsorganisationen nur schwer durchbrechen lässt.

Wollen wir also die bittere Armut in jenen Ländern bekämpfen, und allen Menschen faire und gleiche Chancen bieten, brauchen wir neben den regulären Projekten auch besondere Ideen, wie diese Masse an Kindern Zugang zu Wissen erhalten kann. Denn wer gelernt hat, zu lernen, sich Neues anzueignen, kann sich effektiv am Aufbau seines Landes beteiligen.

Eine solche besondere Idee ist beispielsweise das Projekt „One Laptop per Child“, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, alle bedürftigen Kinder dieser Erde mit einem besonderen Laptop auszustatten, welcher genau auf die Bedürfnisse der Kinder und die Bedingungen in Entwicklungsländern zugeschnitten ist. Das Besondere hieran ist zum Einen, dass die Produktion eines solchen Laptops gerade einmal 100$ kostet, zum Anderen, dass der Computer sich frei programmieren lässt, und so jeder Schüler, auch in Zusammenarbeit mit seinen Lehrern und Klassenkameraden, die Programme an seine Bedürfnisse anpassen kann.

Zahlreiche Länder haben schon Interesse an diesen Laptops bekundet, einige sind sogar bereits im Einsatz. Je mehr Kinder auf dieser Welt einen solchen Laptop haben, desto eher können ganze Länder dem Bildungsabgrund entkommen, und ihre Kinder einer sichereren, selbstbestimmten Zukunft entgegenblicken.

Ein Mangel an Bildung schafft Abhängigkeit, das gilt überall. Doch während in den Industrienationen nur sehr wenigen ein Schulbesuch verwehrt bleibt, ist dies in den Entwicklungsländern die Regel. So ist die katastrophale Bildungssituation in jenen Ländern einer der Hauptgründe für die nicht nur finanzielle Abhängigkeit der Entwicklungsländer von den Industrienationen.

Ist es nicht ein Zeichen von Menschlichkeit, jungen, hoffnungsvollen Menschen das Mittel an die Hand zu geben, ein schönes, freies Leben zu führen? Für unsere eigenen Kinder beanspruchen wir dieses Recht auf Bildung und Selbstbestimmung. Warum also nicht auch für alle anderen Kinder unserer Welt? Unser Mitgefühl macht uns menschlich. Wir sind befähigt, über den Tellerrand unserer privilegierten Welt hinaus zu schauen, und was wir sehen, sind junge Menschen, die vielleicht niemals der Abhängigkeit von Hilfslieferungen aus dem Ausland entkommen werden. Schon ein Laptop für jedes Kind kann diese Perspektiven erheblich verbessern, worauf warten wir also?

This post is also available in: Englisch

Tags:  , ,

Kommentare

Erstellt am
Sep 29, 2011
Erstellt von
Jalicema

Ich finde die Idee garnicht mal schlecht und glaube darüber sogar schon einen Bericht gesehen zu haben. Ich finde, dass jeder das Recht auf Bildung hat und das diese Laptops dazu sehr gut beitragen könnten!

Antwort schreiben

Du musst eingeloggt sein um Kommentare zu schreiben