Unterkünfte

Weltweit sind ca. 40 Millionen Menschen auf der Flucht, im Folgenden werden die Unterkünfte in dem Flüchtlingslager Tobanda in Sierra Leone beschrieben, einem typischen Lager der Flüchtlingshilfsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR).

Die Mehrzahl der Flüchtlinge besitzt kaum noch Habseligkeiten, weshalb sie nach der Registrierung in den UNHCR-Lagern als erstes Lampen, Decken, Kochtöpfe, Teller, Tassen und Kanister zur Wasseraufbewahrung erhalten.

Wasserspende für Fehlendes Trinkwasser Während der durchschnittliche deutsche Bürger rund 130 Liter Wasser pro Tag benötigt, müssen die Flüchtlinge meist mit höchstens 20 Litern am Tag auskommen. Unter extremen Wetterbedingungen steht häufig noch weniger Wasser zur Verfügung. Dieses Wasser erhalten sie aus Brunnen, aus denen rund 100 Menschen täglich Wasser beziehen, weshalb sich oft lange Warteschlangen bilden. Um die Grundversorgung an Lebensmitteln sicherzustellen, erhalten die Flüchtlinge meist Reis, Speiseöl und etwas Salz.

Waisenkinder Simon und LarsDie Unterkünfte werden in der Regel von den Flüchtlingen selbst aus Holz und Lehm errichtet und zum Schutz vor Wetterextremen und Malariamücken mit einfachen Plastikplanen überspannt. Pro Person sind 4 m² Wohnfläche vorgesehen, so leben tausende von Flüchtlingen auf engstem Raum und das auch bei Temperaturen über 40 ° Celsius, hoher Luftfeuchtigkeit und den extremen Temperaturschwankungen in den Wüsten.

Um den harten Alltag in den Notunterkünften zu überstehen ist der besondere Zusammenhalt unter den Flüchtlingen lebenswichtig. Die zahlreichen Kinder, die aufgrund von Bürgerkriegen als Waisen in die Lager kommen, werden bei Pflegefamilien untergebracht und von diesen versorgt. Auch allein stehende Frauen, Alte und Kranke sind auf die Unterstützung der anderen Flüchtlinge angewiesen.

Waisenkind Simon In den meisten Lagern gibt es Schulen, in denen die Flüchtlingskinder wenige Stunden am Tag unterrichtet werden, um wenigstens Lesen, Schreiben und die Grundrechenarten zu erlernen. Dies gibt den Kindern Routine in ihrem Alltag als Flüchtlinge und hilft ihnen später, nach der Rückkehr in ihre Heimat, Arbeit zu finden und so zum Wiederaufbau ihres Landes beizutragen.

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